Häkelprojekte
Treppauf Treppab, Marburg 2003
Lichtinseln, Kassel 2007
Kulturspektakel, Amöneburg 2008
10 Jahre Werkstatt Radenhausen, 2008
Wohnungsangebot für Webervogelweibchen
Neulicht am See, Hannover 2009
Tischlein deck dich, Marburg 2009
VorSichtSchön, Hessentag 2010
Im Zeichen des Goldes 2011

Seit wann Menschen häkeln, weiß keiner ganz genau. Vermutlich entwickelte es sich beim Knüpfen von Netzen. Die ersten Häkler waren also Männer.
Männer verwenden allerdings für ihre Werkstücke lieber Metallisches; Schweißbrenner, Schneidbrenner, Metallbohrer oder Metallscheren. Sie erzeugen bevorzugt schweres, hartes Gerät.

Frauen benutzen für ihre Werke spitze Nadeln und verwenden weiche Garne. Sie erzeugen so nützliche Dinge wie Sofaschoner, Platzdeckchen oder die in französischen Schulbüchern als typisch deutsches Kulturgut bezeichnete Autoklorollenhäkelmütze. Wenn Frauen häkeln, haben sie Muße. Sie können dies überall; gerne in Gesellschaft von Freundinnen, Fernsehkommissaren oder Rosamunde Pilcher.

Durch das Grundschulfach „Nadelarbeit für Mädchen“ besitzt fast jede deutsche Familie mindestens einen gehäkelten Topflappen. Dies änderte sich allerdings durch die Streichung dieses Pflichtfaches im Zuge der Gleichberechtigungsbemühungen.

Es gibt heute eine große Anzahl von Frauen, die auch Schweißgeräte und Flexen gebrauchen, dauerhaft häkelnde Männer dürften jedoch die große Ausnahme sein.

Die Frauen des Häkelkreises der Werkstatt Radenhausen wissen um ihre aussterbende Fähigkeit. Sie umgarnen mit ihrer Hände Fleiß die Härten und Rauhheiten des Lebens.